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23.05.2023 •

Beitrag auf FOCUS online – Experte rät: „Man muss die KI als Chance zu betrachten und nicht als Gefahr“

Erste Firmen setzen Künstliche Intelligenz ein, um Arbeitsschritte zu automatisieren. Manche Beschäftigten sorgen sich: Ersetzt mich bald die künstliche Intelligenz? Was kann ich tun, um die KI als Hilfe zu nutzen? Der Motivationstrainer Dirk Schmidt gibt Antworten auf die Fragen.

FOCUS online: Manche Arbeitnehmer haben Angst vor künstlicher Intelligenz (KI). Sie fürchten um ihre Jobs. Zu Recht?

Dirk Schmidt: Grundsätzlich gilt: Die aufkommende KI ist eine Bedrohung für bestimmte Jobs. Gerade Routinearbeiten kann die KI vielfach übernehmen.

Welche Jobs meinen Sie speziell?

Schmidt: Etwa in der Produktion. Dann bei Transport und Logistik. Und im Bereich Kundenservice und Callcenter, dort werden Chatbots und Sprachassistenten zum Einsatz kommen. Es wird eine Entlassungswelle geben im Finanz- und Dienstleistungssektor. Gerade bei Banken und Versicherungen.

Wie können Betroffene reagieren und ihren Job in der Firma zukunftsfest machen?  

Schmidt: Das Wichtigste, was die Menschen brauchen, ist die Haltung „Ich will das“. Also ein entsprechendes Mindset, eine positive Einstellung, dass sie KI, das Thema Digitalisierung für sich nutzen können. 

Wie schafft man es, den Schalter im Kopf umzulegen – für so ein positives Mindset?

Schmidt: Man muss die KI als Chance zu betrachten und nicht als Gefahr. Denn als einzelner kann ich neue Rahmenbedingungen ja nicht aufhalten. Und KI wird in einigen Bereichen Arbeitsplätze wegfallen lassen, die wird es nicht mehr geben.

Experten betonen aber immer wieder: Die KI bietet auch Chancen.

Schmidt: Ja, es werden auch viele neue Arbeitsplätze entstehen, von denen wir noch gar nichts wissen

Welche Strategie sollten Beschäftigte wählen, um für ihre Arbeitgeber künftig besonders wertvoll zu sein?

Schmidt: Gerade für Jüngere gilt: Versucht, diese zukunftsträchtigen Berufe zu erlernen oder zu studieren. Wobei ich meine Berufswahl nicht davon abhängig machen würde, was die Rahmenbedingungen in der Zukunft sind, sondern es ist immer noch wichtig zu gucken, wo meine Talente und wo meine Begabungen schlummern und was mir Spaß macht. Und dann mir die Frage zu stellen Was kann ich aus meiner Begabung tun, um einen zukunftsfähigen Beruf daraus zu machen? 

Noch einmal: Das Wichtigste ist, das Thema KI als Chance zu betrachten. Und sich auf die Fähigkeiten zu besinnen, die man hat. Das Zweite: Menschen müssen lernen. Es geht um die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, sich kontinuierlich weiterbilden und sich auf dem neuesten Stand halten.

Wie macht man das am besten?

Schmidt: Firmen bieten Fortbildungen. Außerdem gibt es Onlinekurse, Workshops und vieles mehr. Das Internet ist voll von diesen Möglichkeiten. Auch ich persönlich muss mich mit meiner Tätigkeit anpassen. Mir hilft die Einsicht: Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern diejenige, die sich am besten an Veränderungen anpassen kann. 

Aber die Menschen sind ja auch Gewohnheitstiere und da spielt die Einstellung eine entscheidende Rolle. Ich muss bereit sein, neugierig sein, mich auch neuen Techniken anzupassen und mit diesen Dingen zu arbeiten – nicht dagegen. Sich zu überlegen: Wie kann ich denn die neuen Technologien für mich nutzen? 

Also aktiv zu gucken, welche Möglichkeiten gibt es in meinem Bereich? Kann ich die KI als mein Helfer einsetzen und nicht als mein Konkurrent oder Feind? Das wird wesentlich sein.

Welche Fähigkeiten brauchen Beschäftigte dafür? Spezielle Soft Skills?

Schmidt: Zum Beispiel emotionale Intelligenz. Denn trotz des Aufkommens der KI gilt ja: Dass Empathie zählt und unser Selbstbewusstsein. Also menschliche Eigenschaften, die für die KI noch schwer nachzuahmen sind. 

Diese Fähigkeiten ermöglichen uns, in Bereichen vorzudringen, was die KI einfach noch nicht kann. Überall dort, wo Intelligenz, Empathie gefragt ist, also Einfühlungsvermögen im weitesten Sinne. Etwa bei Krankenpflegern oder Sozialarbeitern. Da sind menschlicher Kontakt, Empathie und Einfühlung gefragt, was die KI immer noch schwer kann.

Stichwort positives Mindset“: Das ist gerade für jüngere Arbeitnehmer relevant, die sich noch darauf einstellen wollen und können.

Schmidt: Man muss halt bereit sein, sich anpassen zu wollen. Und dann ist das sozusagen auch alterslos. Diese Forderung an Mitarbeiter, diese Anpassungsfähigkeit, von der ich gesprochen habe, und Flexibilität, das hat mit dem Alter nichts zu tun. Das hat mit meiner Einstellung, wie ich durch die Welt gehe, etwas zu tun.

Dieses Interview erschien als Beitrag auf Focus online.

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Motivationstrainer Dirk Schmidt

Motivationstrainer & Life-Coach
Dirk Schmidt

Seit vielen Jahren arbeite ich mit Weltmeistern, Fußballbundesliga-Mannschaften, Unternehmer, Top-Managern und Promis. Einem großen Publikum wurde ich durch TV-Sendungen u. a. bei RTL, SAT1, WDR, NDR, N24, und Kabel1 bekannt.

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