PM Dirk Schmidt

PM – Wähler wollen Motivation – Was Politik vom Erfolgscoach lernt

Wähler wollen Motivation – Was Politik vom Erfolgscoach lernt

Düsseldorf, 9. Mai 2017

Politikverdrossenheit und Zulauf zu „Rechtsaußen“: Motivationstrainer Dirk Schmidt erklärt, wie Wähler wieder an die Urnen geführt werden können.

Mit antieuropäischen Tendenzen und dem Zulauf für Parteien, deren demokratischer Anstrich dünn ist, zeigt die Politikverdrossenheit im Superwahljahr 2017 ihr mächtiges Gesicht.

Der größte Vorwurf: Politiker entfernen sich immer weiter von den Belangen ihrer Bürger, Parteien arbeiten an der Gesellschaft vorbei. Als Antwort wird ein Ruf nach einem Zwang zur Wahl laut, der Bürger an die Urnen bringen soll.

Motivationsexperte Dirk Schmidt hält dies für den falschen Weg: „Politiker müssen lernen, ihre Vorbildrolle zu verstehen und mit echten Inhalten Wege aus der Politikverdrossenheit aufzeigen.“ Begeisterung für Demokratie wecken – darin sieht Schmidt die dringlichste Aufgabe. Und dafür kennt der Motivationstrainer erprobte Strategien.

Die eigene Vorbildfunktion erkennen – und umsetzen

Sobald Wahlen vor der Tür stehen, inszenieren sich Kandidaten als bürgernah, zugänglich, sachgetrieben und als aktives Mitglied der Gesellschaft, von der sie gewählt werden wollen. Sind die Wahlen vorbei, fällt dieses öffentliche Bild häufig schnell von ihnen ab, sie werden zu einem Rädchen in der großen Maschinerie der Politik – so zumindest der Eindruck.

Politiker, die ernst genommen und als Vorbild gesehen werden wollen, müssen mit einer konsistenten Persönlichkeit auftreten, die vor und nach den Wahlen überzeugt. Dabei geht es laut Schmidt schlicht um die Tatsache, dass sich ein Politiker seiner Volksvertreterrolle bewusst ist und dieses Bewusstsein auch nach außen trägt.

Fragen aufwerfen – Fragen beantworten – die richtige Sprache finden

Viele Bürger fühlen sich von der Politik nicht verstanden. Und andersherum verstehen sie nicht, was „die da oben“ eigentlich tun. Die Verständnis-Kluft, in deren Mitte sich die Verdrossenheit eingenistet hat, wird in Zeiten globaler Krisen größer. Sie zu überwinden, ist Aufgabe einer motivierenden politischen Arbeit.

Im Mittelpunkt stehen die Fragen der Bürger, die sie an komplexe Krisen stellen: Was hat das mit mir zu tun? Welche Rolle spiele ich dabei? Was könnte sich für mich ändern?

Politiker, die diese Fragen entweder nicht aufgreifen oder mit abstrakten Phrasen beantworten, ebnen den Weg für polemische Stimmen, die bei vielen Bürgern schnell Gehör finden – eben weil sie Dinge benennen, die im politischen Establishment häufig umgangen oder paraphrasiert werden.

Allerdings wäre es laut Dirk Schmidt völlig falsch, sich auf dieses Parolen-Niveau zu begeben und reine Plattitüden zu verbreiten: „Motivation für eine Sache entsteht nicht nur aus dem, was gesagt wird, sondern vor allem daraus, wie es gesagt wird. Und dabei geht es schlicht darum, konkreten Fragen mit konkreten Antworten zu begegnen – auf sachlicher, inhaltsgetriebener Ebene.“

Begeisterung für die Sache wecken – Begeistert von der Sache sein

Die Formel klingt einfach: Ein Politiker, der mit Begeisterung seine Aufgabe erfüllt, kann Begeisterung bei den Bürgern wecken. Und Begeisterung ist der Kern jeder Motivationsarbeit.

Allerdings steht kurzfristiges Erfolgsdenken – in Prozentzahlen oder Parteisitzen – dieser Begeisterung im Weg. Dabei gerät die eigentliche Vision oder Idee aus dem Fokus.

Wähler merken schnell, wenn eine politische Figur nicht aus Überzeugung, sondern aus eigennützigen Motiven handelt. Daraus entsteht ein deutlicher Bruch zwischen Sagen und Handeln, in dem Motivationsexperte Dirk Schmidt eines der grundsätzlichen Probleme des aktuellen politischen Klimas identifiziert:

„Die Parteien und ihre Protagonisten können den Weg aus der Motivationskrise nur dann finden, wenn sie sich darauf besinnen, worum es bei Demokratie geht – wortwörtlich um die Macht, die vom Volk ausgeht. Und dieses Volk muss gesehen, gehört, für die demokratische Idee begeistert und verstanden werden.“

 

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