Der Mensch ist käuflich – Motivation nicht!

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Es gibt dieses Sprichwort „Menschen sind käuflich.“ – doch ist das wirklich so? Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern finanzielle Anreize und gebrauchen Entlohnungssysteme. Die Folgen sind fatal: die eigene Motivation wird zerstört, das Interesse und die Leistung geringer. Das ist psychologisch erwiesen.

Erscheint einem Menschen eine Handlung vernünftig, führt er sie aus. Findet er sie unvernünftig, lässt er es bleiben. Ganz einfaches Prinzip. Die Motivation etwas zu tun kommt von innen. Greift jemand „von oben“ in dieses System ein, indem er versucht durch finanzielle Belohnung eine Handlung in eine bestimmte Richtung zu lenken, setzt er die innere Motivation damit außer Kraft. „Tue dies und du bekommst du das.“ Höhere Kräfte belohnen, bestrafen und bestechen, d.h.: Die ehemals logisch-natürlichen Konsequenzen einer Handlung werden pädagogisch-willkürlich manipuliert. Finanzielle Belohnsysteme sind also Fremdkörper in einem natürlich gegebenen System. Sie schaffen einen fremd gesetzten Vorteil, den ich durch mein Handeln bekomme. Das Handeln wird somit kontrolliert und gelenkt und somit zu einem unnatürlichem Verhalten. Wenn Menschen sich kontrolliert unnatürlich verhalten, neigen sie zu Unzufriedenheit. Wir verlieren das Interesse an dem, was wir tun, obwohl es uns gegebenenfalls vernünftig erscheint: „Wenn ich besonders gut arbeite, wird meine Brieftasche schwerer.“ Eigentlich sollte es heißen: „Wenn ich besonders gut arbeite, sind mein Chef und meine Kunden mit meiner Arbeit zufrieden. Sind sie zufrieden, bin ich es auch. Belohnsysteme ersetzen den eigentlichen Sinn unseres Handelns und verlangen, dass wir unser natürlich gelenktes Denksystem aufgeben. Wir entscheiden somit nicht mehr vernünftig und sachorientiert, sondern wertorientiert und haben am Ende nichts, worauf wir stolz sein können. Deswegen haben wir auch kein langfristiges Interesse daran. Es ist nicht sinnvoll, sich für etwas auszahlen zu lassen, weil man etwas tut, was man scheinbar gar nicht will.

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