Hubert Schwarz,
geb. 1954 in Spalt bei Nürnberg, verheiratet,
zwei Kinder Laura (1994) und Felix (1996);
Ausbildung zum Großhandelskaufmann;
Fernstudium der Sozialpädagogik (staatlich geprüft),
arbeitete insgesamt 11 Jahre als Jugendpfleger
im öffentlichen Dienst.
Als erster Deutscher absolvierte er 1991 das Race
Across Amerika, den härtesten Radmarathon der
Welt. Diese Bravourleistung wiederholte er 1992
und 1994. Im Jahr 1993 umrundete und 1995 durchquerte
er den australischen Kontinent in Rekordzeit,
bestritt Winterrennen in Alaska, kämpfte sich
im Sattel durch die Anden und fuhr - inspiriert
von Jules Verne - 1996 in 80 Tagen um die Welt.
Soziales Engagement: Bis 1998 erradelte Hubert
Schwarz
über 1,5 Mio. DM zugunsten verschiedener Kinderhilfs-
einrichtungen. Im März 1998 gründete er zusammen
mit
seiner Frau Renate die Hubert-Schwarz-Stiftung.
Marathon-Gespräch mit Herrn Hubert Schwarz
vom 15.12.2004:
Dirk Schmidt:
Wie sind Sie zum Sport bzw. zum Extremsport gekommen?
Hubert Schwarz:
Zum Extremsport bin ich über das Skifahren und
den Triathlon gekommen.Ich war ein leidenschaftlicher
Skifahrer und bin im Sommer ziemlich viel Rad
gefahren und gelaufen. 1983 habe ich hier in Roth
an meinem ersten Triathlon teilgenommen. Als Vereinsjugendtrainer
und Jugendleiter habe ich das Vereinsleben aktiv
mitgestaltet und habe auch bei der Organisation
des Triathlons mitgeholfen - war sozusagen der
"Vereins-Meier" schlechthin. Und so
kam ich dann über die Organisation zu dem Punkt,
an dem ich es selbst probieren wollte. So habe
ich meinen ersten Triathlon gemacht. Da allerdings
beim Schwimmen meine Schwächen lagen, habe ich
versucht, diese Schwimmschwächen mit längeren
Distanzen auszugleichen. So kam eines zum anderen:
erst Kurz-, dann Mitteldistanz und dann Langdistanz.
Von der Weltmeisterschaft in Nizza ging es nach
Hawaii. Ich habe gemerkt, dass mein Körper das
relativ gut kann und es mir nichts ausmacht, mich
über lange Distanzen zu plagen und quälen. Da
ich mich sehr ausdauernd bewegen kann, mir aber
die Schnelligkeit fehlt, habe ich mich an noch
längere Distanzen gewagt: zuerst an den Ultraman
und dann an "Race-Across-America" -
das sind knapp 5.000 km quer durch Amerika, die
man in 10 Tagen fahren muss. Und obwohl es keiner
geglaubt hat, habe ich diese Tortur geschafft.Danach
habe ich mir geschworen "nie mehr wieder"
- aber das vergeht ziemlich schnell. Ich habe
gemerkt, dass meine eigentlichen Stärken die Disziplin
und die Hartnäckigkeit, ein Ziel zu verfolgen,
sind. Dass ich immer das klare Ziel vor Augen
haben muss und dass ich überhaupt keine Zweifel
über mein Tun aufkommen lassen darf. Radfahren
kann jeder, aber ich habe gemerkt, dass in diesem
"über sich hinauszuwachsen" mein Vorteil
liegt.
Dirk Schmidt:
Ich fass da mal die Vereinskrämerei/-meierei auf.
Gab es da einen besonderen Anlass oder Kick, man
fährt ja nicht gerade mal 5.000 km, dass ist ja
schon ein Weg dorthin - gab es in Ihrem Leben
einen besonderen Anlass, das EXTREME zu tun?
Hubert Schwarz:
Ich war als Jugendpfleger elf Jahre im öffentlichen
Dienst beschäftigt und hatte nicht die Perspektive,
auch mit 65 noch Jugendpfleger zu sein. Mein Umfeld
kam mit meinem sportlichen Engagement nicht mehr
zurecht und es gab viele Auseinandersetzungen.
Die haben nicht verstanden, dass jemand morgens
um 06:00 Uhr läuft und dachten, der muss doch
dann müde zur Arbeit kommen. Und man kann nicht
mit Menschen diskutieren, die das vollkommen anders
sehen, man kann diese nicht überzeugen. Man muss
den eigenen Weg gehen und eigene Konsequenzen
daraus ziehen. Ich war mit dem nicht mehr zufrieden:
es war wie bei einem Ackergaul, der am Abend dann
ein Pferd im Verein ist. Ich musste bei mir anfangen,
das habe ich verstanden. Nur wenn ich zufrieden
bin, dann kann ich auch andere inspirieren, andere
mitziehen.
Dirk Schmidt:
Wie oft trainieren Sie pro Woche?
Hubert Schwarz:
Zwischen damals und heute liegt natürlich ein
großer Unterschied. Heute bin ich Unternehmer,
habe 20 feste Mitarbeiter, ein Seminarzentrum.
Ich habe letztendlich diesen Spagat wie alle anderen
Führungskräfte, die sagen, ich hab hier eine Aufgabe,
hab aber auch persönliche Ziele und eine Familie,
die ich auf keinen Fall ständig hinten an stellen
möchte - und bei diesem Spagat fällt momentan
der Sport hinten runter. Es ist aber genauso wie
überall im Leben, wenn du dir keine klaren Ziele
setzt, dann wirst du die Priorität entsprechend
haben. So bin ich im Moment dabei, neue Herausforderungen
zu verwirklichen, um auch wieder disziplinierter
darauf hin zu arbeiten. Ich will aber der Frage
des Trainings nicht ausweichen: Damals habe ich
hammerhart trainiert, jetzt ist es mehr so das
"Rausstehlen". Ich habe einen großen
Hund, mein "drittes Kind", der muss
bewegt werden und ich jogge mit ihm, damit nicht
gar so viele Kilos auf die Rippen kommen. Aber
mit der Situation bin ich sehr unzufrieden.Es
ist natürlich auch schön, gefragt zu sein. Ich
hatte jetzt in 14 Tagen 16 Vorträge. Vorträge
halten und Familie, dass ist schon eine Anstrengung.
Aber andererseits freue ich mich, dass ich im
Moment gut dabei bin. Wenn man Rückenwind hat,
dann soll man ihn mitnehmen und es gibt auch wieder
Phasen, da will keiner vierzehn Tage lang etwas
von mir wissen, da muss man den Ausgleich wieder
herstellen.
Dirk Schmidt:
Das ist doch schön, wenn Sie im Moment so einen
Rückenwind haben.
Hubert Schwarz:
Ja, dass es im Moment so ist, ist sehr gut. Aber
man darf auch nicht vergessen, dass es nicht immer
so im Leben ist: wer jetzt glaubt, ganz oben zu
sein, der kann ziemlich tief fallen.
Dirk Schmidt:
Sie sprachen die Ziele an, wie wichtig sind die
Ziele beim Sport?
Hubert Schwarz:
Die sind das Elementare. Nehmen wir zum Beispiel
das Ziel "Abnehmen". Das ist schon ein
schönes Ziel, aber es ist doch viel besser, wenn
ich sage, lass uns auf ein Ziel hinarbeiten und
dabei nehmen wir ab. Also, ob das jetzt ein 5-km
Lauf, 10-km Lauf oder ein Halbmarathon ist, ist
ganz egal. Einfach auf etwas hinzuarbeiten, bei
dem dann auch ein Erfolgserlebnis da ist. Darum
brauchen wir immer ein klares Ziel, um zu sagen,
wir machen in fünf Monaten dieses und dann schauen
wir, wo wir stehen und dem ordnen wir uns dann
unter. Und der Sportler, der will entweder Olympiasieger
werden oder "Race Across America" fahren
oder was auch immer und dafür plagt und quält
er sich und stellt alles andere dafür hinten an.
Wer dieses konkrete Ziel nicht hat, wird sich
nie derart quälen und über sich hinauswachsen.
Dirk Schmidt:
Also sind für Sie die Ziele elementar?
Hubert Schwarz:
Ja.
Dirk Schmidt:
Gibt es da auch Parallelen, wenn Sie das aus Ihrer
sportlichen Erfahrung sehen, können Sie diese
Ziele auch als Unternehmer transportieren?
Hubert Schwarz:
100 Prozent - das ist eins zu eins übertragbar.
Wenn ich hier nur arbeite, damit der Laden läuft,
dann pendelt sich das ein. Wir sitzen hier im
Moment zusammen und machen die Halbjahresplanung,
und werden uns darüber klar, welche Ziele wir
im nächsten Jahr haben. Und dann ist es wichtig,
dass wir uns alle diesem Ziel committen. Es muss
ja wachsen und von Nichts kommt Nichts.
Dirk Schmidt:
Was treibt Sie immer wieder an, was motiviert
Sie?
Hubert Schwarz:
Ich bin ein unruhiger Mensch, sehr quirlig und
ich habe hunderttausend Ideen. Und diese Ideen
und Gedanken, es doch zu schaffen, Neues zu wagen,
mit der Herausforderung zu wachsen, sind der eigentliche
Antrieb.So will ich zum Beispiel nicht hundertmal
"Race Across America" fahren. Ich habe
das dreimal gemacht, bin zweimal um die Welt geradelt
und jetzt muss es etwas Neues geben - und unternehmerisch
ist es eben genauso. Ich will nicht mit 75 Jahren
immer noch Manager trainieren und in Heidelberg
rumradeln und jemand von der Schönheit der Natur
oder von dem Enthusiasmus, der sich durch die
Bewegung entwickeln, überzeugen kann. Das ist
nicht mein Lebensziel. Ich hab noch so vieles
Neues vor und es sind meine Ideen, die mich antreiben.
Dirk Schmidt:
Was ist noch ein Wunsch in Ihrem Leben?
Hubert Schwarz:
Da ich so viel unterwegs bin, ist es ein großer
Wunsch, erst einmal Zeit für die Familie zu haben.
Mit meiner Frau das eine oder andere zu unternehmen.
Denn sie hat mich im Sport immer begleitet, war
immer dabei, aber sie fällt "ständig hinten
runter". Ihr ein bisschen etwas zurück zu
geben, das ist eigentlich im Moment schon mein
größter Wunsch. Und nicht nur ihr, sondern der
ganzen Familie. Die haben doch oft zurückstehen
müssen - zuerst kommen jetzt sie und dann kommt
vielleicht miteinander das Nächste oder Übernächste.
Dirk Schmidt:
Und ein sportliches Ziel, was ist für Sie ein
Traum, was gibt es da noch, was Sie besonders
reizen würde?
Hubert Schwarz:
Da gibt es ganz viel. Ich war bislang in nur 80
Ländern und soviel ich weiß, gibt es 230. Also
insofern muss ich noch einiges tun, bevor ich
irgendwann mal die Augen zumache. Da gibt es noch
einige Länder, in denen ich radeln will.
Dirk Schmidt:
Wie überwinden Sie Ihren "inneren Schweinehund"?
Wenn Sie mal keine Motivation haben, wenn es mal
nicht so läuft?
Hubert Schwarz:
Dann muss man das auch mal ein bisschen zulassen.
Man kann nicht nur 365 Tage im Jahr powern, irgendwann
muss man auch mal ein bisschen faul sein dürfen.
Zuerst einmal ist es normal, dass man auch mal
einen "Durchhänger" hat - also einfach
mal ein bisschen Ruhe geben, Füße hoch legen und
vielleicht auch mal etwas anderes in das Gehirn
reinbringen. Nur, wenn man zu lange faul ist,
dann kommt man zu schnell von der Bahn ab und
das kann es auch nicht sein. Wenn ich persönlich
zu faul werde, dann organisiere ich etwas mit
anderen Sportlern und da kommt dann sofort das
schlechte Gewissen auf, dass die alle fit sind
und ich selbst so ein fauler Knochen bin - und
dann ist das wieder der Auftakt.
Dirk Schmidt:
Neben diesem körperlichen Training, das da stattfindet,
wie groß ist der mentale Anteil einer Sache?
Hubert Schwarz:
Da gibt es natürlich unterschiedliche Definitionen.
Ich finde, der Anteil ist sehr, sehr groß. Ob
der Körper nach 4.000 km noch weiter kann, ob
wir dann noch weitermachen oder nicht, das entscheidet
sich im Kopf. Der Erfolgreiche macht meistens
einen Schritt mehr, als der weniger Erfolgreiche
- der gibt dann eben auf. Die Frage ist allerdings,
wo die Grenze ist. Grenzen werden im Kopf gemacht
und der Kopf entscheidet: Schaffe ich es jetzt,
die positiven Gedanken in den Kopf rein zu bringen
oder schaff ich es nicht. Ich persönlich habe
hier viel von Dr. Strunz gelernt: ich war jeden
Tag mit ihm zusammen, habe mit ihm trainiert,
bin an seinen Lippen gehangen und habe so viel
vom ihm lernen können. Das ich heute da stehe,
wo ich bin, habe ich mit Sicherheit zu einem hohen
Anteil ihm zu verdanken. Natürlich muss jeder
dann seinen Weg gehen, das ist klar, aber manchmal
braucht man auch so diesen "Tritt in den
Hintern".
Dirk Schmidt:
Würden Sie sagen, der Anteil ist über 50%, wenn
die Trainingsphase stimmt?
Hubert Schwarz:
Also die Trainingsphase ist die Basis. Greg Poss,
Nationalmannschafts-trainer der Eishockeyspieler,
sagt ganz einfach: 33% körperliches Training,
33% Taktik und 35% die mentale Einstellung - dies
ist die Quintessenz und dadurch sind es auch 101%
und nicht 100%. Natürlich braucht man auch Material,
das richtige Equipment, aber das kann sich jeder
kaufen. Viel mehr zählen Körper und Kopf. Man
kann jetzt natürlich sagen 2/3 Kopf und 1/3 Körper,
ich allerdings glaube, dass es ein Gefüge ist,
bei dem alles zusammen passt. Wenn du nicht trainierst,
dann hilft auch das mentale nichts. Ebenso kannst
Du noch so viel trainieren und dich quälen wie
ein Hund - wenn der Kopf nicht stimmt, wird es
auch nicht klappen.
Dirk Schmidt:
Was waren die schönsten Erlebnisse beim Sport
für Sie, gibt es da etwas ganz besonderes als
Highlight?
Hubert Schwarz:
Es gibt nur schöne Erlebnisse, weil ich in meinem
Kopf auch gar nichts Negatives zulasse. Ich vergesse
alles Negative - es hat einfach keinen Platz in
meinem Hirn. Ich habe in 80 Ländern so viel erlebt
und könnte jetzt fünf Stunden am Stück über all
die positiven Erlebnisse erzählen, aber es sind
einfach die Menschen, die Situationen, die Kleinigkeiten.
Was soll ich erzählen, ist es der Arzt in China,
der andere kostenlos operiert? Sind es die Indianer,
die mich lehrten, den heutigen Tag zu nutzen,
da er morgen vorbei ist? Was sind Kleinigkeiten?
Sind es die Frauen im Süden von Marokko? Die Abholzung
ihrer elementaren Lebensgrundlage? Was ist es
eigentlich? Sind es in den Slums von Dakar, die
Menschen, die jeden Tag in der Früh 20 km zur
Arbeit laufen - für einen Dollar am Tag? Da fängt
es an, im Hirn zu arbeiten. Und das ist es eigentlich,
was mir der Sport gegeben hat - diese Chance,
so zu lernen.
Dirk Schmidt:
Welche Wirkung hat dieser Sport auf Ihren Geist
und Körper? Was bewirkt das für Sie?
Hubert Schwarz:
Beides ist gewachsen, aber vor allem der Geist.
Der Sport ist nur ein Mittel dazu, eigentlich
ist es der Geist, der sich durch den Sport weiterentwickelt
hat. Der Sport hat zwar bewirkt, dass ich einen
durchtrainierten, athletischen Körper bekomme.
Das mag vielleicht schön aussehen, aber es ist
doch sehr viel mehr der Kopf, der gewachsen ist,
ich habe Reife bekommen und gemerkt, was das Leben
eigentlich ist. Und noch eines habe ich durch
den Sport bekommen: Zeit. Zeit, um sich mit mir
selbst zu beschäftigen - beim Radfahren, beim
Laufen. Es heißt ein erfolgreicher Unternehmer
nutzt 20% seiner Zeit, um über sich und sein Unternehmen
nachzudenken und das ist es, was ich beim Sport
bekomme. Versuchen Sie es einmal: Laufen Sie in
der Früh - ohne ein Intervall-Training zu machen,
da ist nicht mehr viel Zeit für Kreativität -
durch den Wald und es sind einfach Ideen ohne
Ende, die da kommen. Ganz einfach, weil Sie da
noch Zeit haben und der Sauerstoff einfach frei
macht. Das ist es auch, was ich durch den Sport
bekomme.
Dirk Schmidt:
Haben Sie ein Lebensmotto daraus gewonnen? Gibt
es so was?
Hubert Schwarz:
Ich habe da so einen Satz: "If you want it,
you can do it". Oder, wie ich es ausdrücke:
"Das einzige, was ein Ziel unerreichbar macht,
ist der Gedanke, es nicht zu schaffen." Dieser
gescheite Satz ist zwar nicht von mir, aber er
bringt es auf den Punkt. Er sagt aus, dass ich
nicht jedes Ziel erreichen muss, aber wenn es
mein Ziel ist, dann überleg ich mir zuvor genau,
auf was ich mich einlasse. Und wenn ich es dann
mache, dann möchte ich es auch durchziehen.
Dirk Schmidt:
Mit aller Konsequenz.
Hubert Schwarz:
Ja, manchmal kommt man ja doch an seine Grenzen
und dann sagt man Schluss, Feierabend, mehr geht
nicht, aber wo ist diese Grenze? Die Grenze wird
im Kopf gemacht. Leute, die 100 Jahre alt werden,
haben ganz andere Lebensperspektiven. Ich habe
Ideen ohne Ende, bis zu 150 Jahren. Und für diese
Lebensenergie ist jeder selbst verantwortlich
- durch sein Denken!
Dirk Schmidt:
Hatten oder haben Sie Vorbilder?
Hubert Schwarz:
Ich hab schon einige Vorbilder. Einmal auf dem
unternehmerischen Sektor, wo ich schaue, was Menschen
richtig machen und an denen ich mich dann ein
bisschen orientiere. Und dann gibt es Vorbilder
im Sport, z.B. Walter Röhrl, den ich wahnsinnig
gern mag - das ist so ein erfolgreicher Mensch,
aber bei allem Erfolg ist er immer bescheiden
geblieben. Der fährt richtig gut Fahrrad, fährt
einfach super Ski, ist staatlich geprüfter Skilehrer
und er ist so ein Allrounder, der immer natürlich
geblieben ist. Ich werde nie ein Walter Röhrl
werden, aber dieses Lachen von ihm… Also wenn
die Leute mal so über mich reden, würde mir das
gut gefallen.
Dirk Schmidt:
Wenn Sie die Möglichkeit hätten, Gerhard Schröder
eine Frage zu stellen, was wäre das?
Hubert Schwarz:
Da fällt mir jetzt nichts Gescheites ein. Man
muss den Mensch einfach nehmen, wie er ist. Die
Deutschen haben ihn gewählt, jetzt müssen sie
auch damit klar kommen. Aber es ist mit Sicherheit
auch nicht einfach, Bundeskanzler zu sein. Die
haben immer 50% gegen sich - ganz egal, wer gerade
Kanzler ist. Da kann man vielleicht die letzten
20 Jahre auch nicht ganz raus lassen.
Dirk Schmidt:
Wenn jetzt ein Anfänger dieses Interview liest
oder möchte jetzt zum Sport gehen, worauf soll
er achten? - Wenn jemand noch nie Sport gemacht
hat.
Hubert Schwarz:
Es kommt ein bisschen darauf an, wer derjenige
ist. Jemand, der jetzt 1.000 oder 2.000 km im
Jahr Fahrrad fährt und vielleicht in der Woche
noch 20 bis 30 km laufen will, der sollte wissen,
dass er klein beginnen, und nicht gleich bei der
ersten oder zweiten Schwierigkeit aufhören, soll.Wenn
jemand älter ist, sollte er sich schon ein bisschen
vom Arzt beraten und eine vernünftige Leistungsdiagnostik
machen lassen. Allerdings sagen auch viele Ärzte
"du darfst das nicht, du kannst das nicht".
Ich bin kein Mediziner, aber ich würde mich auf
jeden Fall bewegen. Langsam aber beständig.