Marathon-Gespräch mit Herrn Jürgen Büssow
am 09.12.2004 in Düsseldorf
Dirk Schmidt:
Wie sind Sie zum Marathonlaufen gekommen?
Jürgen Büssow:
Eigentlich mehr aus versehen, ich wandere immer
schon, bin mein Leben lang gewandert und habe
eine Wanderung über den Rennsteig in Thüringen
gemacht. Das waren so 35, 36 km am Tag und da
bekam ich auf einmal ein dickes Knie und musste
in Oberhofen ins Kreiskrankenhaus zum Punktieren
und da haben die Ärzte gesagt, ich könnte
solche Wanderungen nicht machen, ohne ein besonderes
Aufbautraining für die Beinmuskulatur. Da
bin ich ins Fitnessstudio gegangen und dann im
Rheinstadion in eine Halle, da konnte man 200
Meter im Kreis laufen, das hab ich dann gemacht,
bis es mir zu klein wurde, da bin ich auf den
Fußballplatz gegangen, dort sind es 400
m. Hier habe ich nachher die Runden nicht mehr
zählen können, habe mich immer verzählt,
dann bin ich am Rhein gelaufen. Das war mein Schlüsselerlebnis
von Kaiserswerth zur Theodor-Heuss-Brücke.
Das war schon im November gegen Nachmittag und
ich musste mich beeilen, um die Fähre zu
kriegen. Dann habe ich festgestellt, dass das
fast 20 km waren, die ich in einem durchgelaufen
bin. Das habe ich noch nie in meinem Leben gemacht,
dass ich das konnte und dann habe ich gedacht,
es wäre doch ganz toll, wenn du einen Marathon
laufen könntest und so fing das eigentlich
an. Dann kam ich mit Leuten zusammen, die in der
Gruppe gelaufen sind und ich dachte mir, wenn
ich schon so spät anfange zu laufen, ich
war immerhin schon 54 oder 53, dann muss es auch
einen Kick haben und da habe ich mir vorgenommen,
dass ich meinen ersten Marathon in New York laufe
und habe mich auf den Lauf vorbereitet.
Dirk Schmidt:
Wann war das gewesen?
Jürgen Büssow:
Im Jahr 2000 und was ich an Erlebnissen erzählt
habe war in 1999.
Dirk Schmidt: Worauf muss
aus Ihrer Sicht der Anfänger achten?
Jürgen
Büssow: Nicht zu schnell laufen, im unteren
Bereich laufen, langsam, sich nicht zu viel zumuten,
sich immer ein bisschen steigern und gerade wenn
man so mein Alter hat, keinen falschen Ehrgeiz
zu entwickeln.Ehrgeiz muss sich auf die Stetigkeit
beziehen, aber nicht unbedingt auf die Schnelligkeit.
Dirk
Schmidt: Aus welchem Grund laufen Sie?
Jürgen
Büssow: Ich habe gemerkt, dass ich mich
besser fühle, ich bin fitter, ich kann mit
meinem Gewicht besser umgehen, wobei es eine Illusion
ist, nur über das Laufen würde man eine
Gewichtsreduzierung schaffen. Das schafft man
nicht. Aber insgesamt muss ich sagen, fühle
ich mich fitter, ich bin nicht kurzatmig, wenn
ich Treppen rauf gehe, meinen Wanderungen kommt
diese Laufkondition äußerst zugute.
Ich bin im Himalaja gewandert, am Kilimandscharo
oder jetzt war ich in Chile auf zwei 5.000ern
gewesen und dass ist doch eine andere Situation,
wenn man Kondition durch das Laufen hat, als wenn
man nicht konditioniert auf solche Wanderungen
geht.
Dirk Schmidt:
Wie viele Tage die Woche trainieren Sie?
Jürgen Büssow:
Mindestens drei Mal, wenn es auf den Marathon
zugeht versuche ich vier oder auch fünf Mal
die Woche, aber im Schnitt sind es drei Mal. Dabei
ist kein Lauf unter 10 km, nach Möglichkeit
auch zwischen 10 und 15 km im regelmäßigen
Training. Wenn es dann auf den Marathon zugeht,
muss auch mal in der Woche ein 20 km Lauf drin
sein, vor dem Marathon nach Möglichkeit auch
einmal ein 30 km Lauf.
Dirk Schmidt:
Und wie oft trainieren Sie vor dem Marathon? Wann
beginnen Sie da mit dem Training?
Jürgen Büssow:
Ich laufe häufig. Ich laufe auch gleich nachher
ein Stunde. Es ist besonders gut, wenn man einen
festen Tag (Jour fixe) hat, den hält man
auch ein und hält ihn frei von Terminen,
egal was passiert, man kann ja auch nachher, wenn
man im Business ist, noch weiterarbeiten. Aber
man muss sich einen festen Termin freihalten.
Ich mach es tagsüber, weil ich kein richtiger
Frühaufsteher bin, am Wochenende laufe ich
mal um 09:00 oder 10:00 Uhr, aber das sind nicht
die Frühläufe, wie manche, die um 06:00
Uhr laufen, da bin ich nicht der Typ für.Sieben
oder acht Wochen vor dem Marathon fang ich dann
an zu intensivieren. Ich suche Wettkämpfe
auf, in Hülst gibt es einen Winterlauf, da
mache ich gerne mit, weil die Wettkämpfe
nicht wie der Name sagt, eine Herausforderung
für schnelles Laufen für mich sind,
sie sind eine Abwechslung und deswegen nehme ich
hier in der Region auch gerne an solchen Veranstaltungen
teil.
Dirk Schmidt:
Und dann laufen Sie automatisch mehr Kilometer
pro Woche in der Vorbereitung?
Jürgen Büssow:
Ja, dann lauf ich mehr.
Dirk Schmidt:
Wie viele laufen Sie dann?
Jürgen Büssow:
Wenn ich es gut schaffe, mein Zeitbudget berücksichtigt,
dann komme ich auf ca. 60 km pro Woche. Ich bin
bei meinen ersten Läufen vor dem Marathon
auf die ostfriesische Insel Norderney gefahren,
und da bin ich dann in einer Woche 100 km gelaufen,
da habe ich mich ganz gut gefühlt. Das habe
ich aber über die Jahre zeitlich nicht immer
durchhalten können und das ist schade. Also,
wenn man es machen kann, soll man ruhig so was
tun.
Dirk Schmidt:
Wie überwinden Sie Ihren "inneren Schweinehund"?
Jürgen Büssow:
Die Laufgruppe ist ganz entscheidend dafür,
hier von der Bezirksregierung laufen wir mittwochs
um 16:30/17:00 Uhr. Wir sind alle per e-Mail vernetzt
und wenn sich die Zeiten ändern, dann mailen
wir uns das zu. Wenn es jetzt draußen regnet
- manchmal gibt es ja solche Situationen - oder
es ist richtig kalt, dann geht man raus, weil
man weiß, da draußen warten andere.
Das ist eine Disziplinierung durch die Gruppe.
Am Sonntag, wenn man vielleicht doch mal länger
schlafen möchte als 09:00 Uhr oder später,
dann muss man schon Disziplin und die richtige
Einstellung haben. Man muss sich eben auf die
Dusche danach freuen, auf Kaffee und frische Brötchen.
Das ist ja auch Lust, Lust nach dem Laufen schön
zu frühstücken. Es ist schon eine mentale
Anstrengung, aber das ist der Lauf am Ende selbst
auch. Wenn man die mentale Anstrengung nicht bewältigt
während eines Marathonlaufes, dazu gehört
eigentlich auch, dass man in die Vorbereitung
rein geht, wer die Vorbereitung nicht schafft,
der schafft auch nicht den Lauf.
Dirk Schmidt:
Wie viele Marathons sind Sie in Ihrem Leben gelaufen?
Jürgen Büssow:
Da ich erst spät angefangen habe, glaub ich,
bin ich jetzt bei 12 angekommen, ich zähle
jetzt mal den Bieler Lauf über 100 km, den
ich letztes Jahr im Juni gemacht habe, als zweieinhalb.
Dirk Schmidt:
Wie lange haben Sie dafür gebraucht?
Jürgen Büssow:
Die Schnellsten laufen ja 07:58, 08:00 oder 08:30
Stunden, das sind schnelle Läufe. Ich habe
14:58:27 Stunden gebraucht, die Zeit merke ich
mir, die habe ich nicht vergessen.
Dirk Schmidt:
Was waren Ihre schönsten Erlebnisse beim
Laufen?Gab es Highlights beim Marathon?
Jürgen Büssow:
Für mich sind die großen Marathons
genau die richtigen, wenn so 20.000-30.000 Menschen
laufen. Da finde ich immer eine Gruppe, die auch
mein Tempo hat. Wenn die Läufe zu klein sind,
sind es auch schnelle Läufe und dann können
Sie ein armes Schwein sein. In Duisburg beispielsweise,
da bin ich mal mitgelaufen, da lief ich ganz Mutterseelen
allein über die Deiche in Duisburg am Niederrhein,
da kam ich mir doch ziemlich verlassen vor. Dabei
fragte ich mich, warum machst du eigentlich hier
den Unsinn. Aber wenn man so in New York, London,
Hamburg oder auch München oder in Medoc läuft,
da ist man immer in Gruppen, das stabilisiert
sich dann, weil die Leute auch dasselbe Tempo
laufen und wenn man international läuft,
dann kommen die aus aller Welt. In New York, beispielsweise,
bin ich in einer mexikanisch-brasilianischen Gruppe
gelaufen, dass fanden die auch ganz schön.
Richtig kennen lernen tut man die Leute gar nicht,
aber du hast da den Eindruck, dein Nachbar, der
kommt aus Rio oder Mexico City, das ist schon
schön, das sind schöne Erlebnisse.
Dirk Schmidt:
Gab es für Sie auch mal Pannen bei einem
Marathon?
Jürgen Büssow:
Also ich muss sagen bisher habe ich noch keinen
abbrechen müssen. Der Bieler Lauf, der fing
vielleicht mit einer halben Panne an. Ich hatte
Schmerzen im linken Knie schon nach drei Kilometern.
Ich dachte nur, wenn ich nach Düsseldorf
zurückfahre, das glaubt dir kein Mensch und
dann bin ich gegen den Schmerz gelaufen, was man
ja auch nicht machen soll, aber so nach fünf
bis sieben Kilometern war der Schmerz weg und
ich hatte dann den ganzen Lauf nichts mehr gespürt,
da war ich beruhigt. Oder noch mal in Biel, ich
hatte unglücklicherweise da Durchfall, das
ist natürlich heftig, wenn Sie solche Sachen
haben, aber sonst habe ich nie irgendwas unterwegs
gehabt, habe keine Blasen gelaufen oder ähnliches.
Ich bin da ganz gut über die Runden gekommen.
Es gibt so unterschiedliche Stärken, wie
man sich fühlt. Also der erste Lauf musste
durchgelaufen werden, da wollte ich keine Pausen
machen und nicht gehen usw. und bin dann durchgelaufen.
Ich war natürlich mächtig stolz auf
mich, habe aber gehört, dass es Leute gab,
die auch mal gegangen sind schneller waren als
ich. D.h., wenn man es klug einsetzt, dann kann
man sich mit diesen Gehphasen regenerieren und
schöpft dann wieder mehr Kraft. Diese Theorie
hat beispielsweise Manfred Steffny. Es wäre
gut, man würde Brücken rauf gehen, um
nicht zu viel Energie zu verlieren, um dann auch
besser laufen zu können. Das habe ich dann
beim 2. Mal auch gemacht. Die Zeit war dann auch
nicht besser, aber auch nicht schlechter. Ich
glaube, dass das auch eine Frage der Tagesform
ist. Wenn man mal zwei Läufe gemacht hat,
weiß man ungefähr, was man machen muss,
um anzukommen.
Dirk Schmidt:
Haben Sie Ziele beim Laufen?
Jürgen Büssow:
Zeitziele?
Dirk Schmidt:
Oder sonstige Ziele.
Jürgen Büssow:
Nein, eigentlich nicht. Also ich will immer unter
fünf Stunden sein, klar und freue mich über
jede Minute, die ich mich verbessere. Ich müsste
mehr Vorbereitung haben, wenn ich mich in der
Zeit verbessern wollte, müsste ich auf 80-100
km in den Vorbereitungszeiten kommen und das ist
jetzt bei meinem Beruf nicht zu leisten. Ich freue
mich, dass ich dabei bin, für mich gilt wirklich,
mitmachen ist das Wichtigste und dass ich das
schaffe, auch in meinem Alter noch laufen kann,
da bin ich bin ich ganz happy muss ich sagen.
Dirk Schmidt:
Welchen Effekt hat das Laufen, die kleinen Läufe
und auch die Marathonläufe auf Ihren Geist
und Körper?
Jürgen Büssow:
Ich habe ein ziemlich positives Körpergefühl,
habe auch den Eindruck, dass ich mich mental besser
fühle, wacher bin, meine ganze psychische
und körperliche Konstitution ist durch das
Laufen besser geworden. Ich erlebe Zeit auch bewusster.
Also für mich ist es rundum eine Success-Story.
Dirk Schmidt:
Das Laufen, auch das Marathonlaufen hat für
mich etwas mit einer Lebenseinstellung zu tun.
Gibt es da Parallelen, wo Sie sagen können,
für die Politik gilt das auch?
Jürgen Büssow:
Ich glaube, was man im Marathon eben unter Beweis
stellen muss, dass ist die Ausdauerfähigkeit,
die mentale Disziplin, auch wenn der Körper
nach 30 km sagt, muss ja nicht sein, dass du die
anderen 12 km jetzt auch noch machst, zwing ich
mich mit meinem Kopf jetzt schon auch weiterzulaufen
und durch zu stehen und das sind Eigenschaften,
Tugenden, die sie auch im Beruf gut gebrauchen
können. Dass man nicht gleich bei Widerständen
nachgibt, dass man dranbleibt und dass man den
langen Atem im wahrsten Sinne des Wortes behält,
um zum Ziel zu kommen und ich glaube das unterstützt
die Potentiale, wenn Sie es beim Laufen mit Ihrem
Körper auch machen können und nicht
nur mit dem Kopf.
Dirk Schmidt:
Also gibt es da schon eine Parallele, die Sie
mitnehmen können?
Jürgen Büssow:
Absolut, vielleicht habe ich die aber auch zum
Laufen mitgebracht. Vielleicht würde ich
sonst ja nicht Laufen können. Vielleicht
war man ja vorher schon Marathonläufer, mental
oder politisch und das hat einen dazu gebracht
oder bewegt, damit anzufangen.
Dirk Schmidt:
Hat sich durch das Laufen / Marathonlaufen einiges
in Ihrem Leben verändert?
Jürgen Büssow:
Ja, das will ich so nicht sagen, dass ist vielleicht
auch nicht messbar in diesem Sinne, aber vielleicht
- das was manche Leute sagen - beim Laufen fallen
Probleme weg oder man kann die Probleme besser
verarbeiten, da ist sicherlich etwas dran, wenn
man läuft, ist man vor allem auch mal mit
sich alleine, wenn man alleine läuft. Da
geht einem auch viel durch den Kopf und dadurch,
dass man körperlich aktiv ist und Energie
verbraucht, verlieren die Dingen, die einen berühren,
betroffen machen ihre Wichtigkeit. Sie reaktivieren
sich beim Laufen und das glaub ich, tut einem
auch psychisch und seelisch gut, dass man auf
diese Weise Distanz und Abstand von diesen Dingen
bekommt.
Dirk Schmidt:
Haben Sie Vorbilder?
Jürgen Büssow:
Nein, eigentlich nicht. Weil ich kann die Geschwindigkeiten,
die diese Vorbilder hätten nicht erreichen.
Bei meiner Trainingssituation und wahrscheinlich
nicht nur abhängig von der Trainingssituation,
sondern auch, dass ich kein richtig großes
Lauftalent bin und jetzt tolle Zeiten laufe, da
quäle ich mich nicht mit Vorbildern, sondern
bin froh, wenn ich gut über die Runden komme.
Dirk Schmidt:
Gibt es ein Lebensmotto, nach dem Sie leben?
Jürgen Büssow:
Wie meinen Sie das jetzt genauer?
Dirk Schmidt:
Es gibt ja so ein Lebensmotto oder -wert, den
Sie verinnerlichen und den man auch aufs Laufen
transportieren kann. Hat auch mit der inneren
Einstellung zu tun.
Jürgen Büssow:
Also ich möchte mal so sagen, ich möchte
nicht gegen meine Stimmungen leben. Ich lasse
meinen Stimmungen schon auch freien Lauf. Ich
bin jetzt kein Mensch, der sich jetzt immer diszipliniert
und was anderes spielt, was er ist, dass man sich
annimmt, auch mit seinen Schwächen und Stärken,
die man hat. Aber das Annehmen der Schwächen
ist ja viel wichtiger, dass man die akzeptiert
und dass man nicht ständig an den Schwächen
arbeitet und modelliert und dann auch nur noch
sich selbst Modell steht leistet, als dass man
ein anderes Bild von sich hat, als man eigentlich
ist. Also dann glaub ich, ist es besser, dass
man sich so annimmt, wie man ist und dass man
dann versucht, dies in die Balance und in den
Ausgleich zu bringen.Das ist dann durchaus auch
eine Geschichte, die bei mir mit dem Laufen in
Übereinstimmung zu bringen ist, dass ich mir hier
nichts Falsches vormache, von der "Läuferkarriere",
dass ich nicht ein falsches Bild von mir habe,
dann kann ich damit auch besser umgehen, dass
ich nicht der Erste bin.
Dirk Schmidt:
Wie viele Marathons sind Sie gelaufen?
Jürgen Büssow:
12, mit dem Bieler Lauf.
Dirk Schmidt:
Haben Sie noch einen Wunsch / Traum, den Sie unbedingt
noch laufen möchten?
Jürgen Büssow:
Einmal Honolulu und den Two.Ocean-Lauf in Süd-Afrika.
Dirk Schmidt:
Warum?
Jürgen Büssow:
Das ist ja einer der größten Läufe,
da laufen glaub ich 40.000. Sehr viele Japaner,
da hab' ich gehört, gibt es eine Stelle,
wo man sich begegnet, da stehen 20.000 Japaner
mit weißen Handschuhen und klatschen alle
den ersten, die ihnen da entgegen kommen. Das
finde ich toll, dass die alle mit weißen
Handschuhen dastehen. Also Honolulu fasziniert
mich auf eine bestimmte Weise. Dann würde
ich gerne noch den Two Oceans Lauf machen in Südafrika.
Das finde ich auch ganz spannend. Der hat so 68
km, so was in der Größenordnung und
dann würde mich reizen Alma Ata in Kasachstan.
Dieser Lauf endet dann im Stadion und da ist dann
eine große Hammelfete, so was finde ich
ganz gut und dann bin ich dabei mit Freunden den
Pilgerlauf von Düsseldorf-Lambertus nach
Kevelaer zu organisieren. Das sind so ca. 68-70
km. Dass würde ich gerne machen, so an die
alten Traditionen der Pilgerwanderung zu erinnern,
dies aber laufend. Vielleicht können wir
das auch mit einem Charité Gedanken verbinden.
Ich bin ja hier in einem bestimmten Job im Regierungsbezirk
Düsseldorf, also das würde auch die
Region miteinbinden .Dann könnte man dies
auch noch mit einem Charité-Gedanken verknüpfen,
um auf diese Weise laufend, als Volkssport,, die
menschlich soziale und gesunde Seite mit zu unterstützen.
Ich glaube, dass wenn mehr Leute laufen, dass
das für ihre Gesundheit besser ist, da werden
ökonomisch gesehen Pflegekosten reduziert.
Das, wenn wir schon älter werden, fit älter
werden, dass wir dann gesund älter werden.
Vielleicht kriegen wird dann mit 90 den Herzschlag
auf der Piste, aber das ist dann nicht so schlimm.
Aber bis dahin haben wir eben gesund gelebt. Mit
hat das sehr imponiert, dass bei meinem ersten
New York Marathon der Älteste ein 86-jähriger
war. Da möchte ich eigentlich hin, dass wäre
so mein Wunsch, dass ich bis ins hohe Alter mich
noch bewegen und laufen kann.
Dirk Schmidt:
Wer ist der wichtigste Mensch in Ihrem Leben?
Jürgen Büssow:
Das muss ich im Plural aussprechen, da kann ich
jetzt nicht nur von meiner Tochter sprechen oder
von den Kindern. Das ist meine Familie und meine
engsten Freunde, da bin ich drauf angewiesen,
dass ich sie habe. Ich lebe zwar von meiner Familie
getrennt, aber ich bin immer noch mit ihnen zusammen.
Dirk Schmidt:
Mit wem möchten Sie einmal gerne eine Stunde
im Fahrstuhl eingeklemmt sein?
Jürgen Büssow:
Eingeklemmt in den Fahrstuhl ist das falsche Bild,
aber ich würde mich gerne eine Stunde mit
Ardono unterhalten.