Dirk Schmidt | Magazin

Motivationstrainer: Wer emotional führen will, muss Emotionen führen!

Trainer, egal ob Bundesliga oder Dorfverein, Geschäftsführer, Vorstände und Führungskräfte haben alle eines gemeinsam: Sie werden an ihren Erfolgen gemessen! Lässt sich kein Erfolg einstellen, lastet ein enormer Druck auf ihren Schultern. Alle erwarten etwas…Mitglieder, Mitarbeiter, Spieler, Fans, Presse und Vorgesetzte. Niemand kann sich von diesem Druck frei machen. Er kann nur eine optimale Einstellung an den Tag legen, um effektiv mit dem Druck umzugehen.

Anführer haben Macht und können positiv auf ihr Team einwirken
Wenn nicht der Trainer im Fußball oder der Chef eines Unternehmens, wer dann? Ein wichtiger Einflussfaktor ist das Einhalten der eigenen Prinzipien und Regeln. Was wir von anderen erwarten, sollten wir auch so vorleben. Damit sind nicht nur die offensichtlichen Vorbildfunktionen wie Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Disziplin gemeint. Wer ein gutes Betriebsklima will, damit alle Teammitglieder sich gedanklich mehr mit dem wesentlichen ihrer Arbeit beschäftigen können, statt sich mit kleine Missstimmungen und Wehwehchen auseinander zu setzen, sollten die Leitfigur dieses positive Charma auch vorleben und ausstrahlen. Dort wo jemand locker ist, Späßchen macht und auch mal beide Augen zudrückt werden Menschen auch automatisch entspannter und haben mehr Freunde an dem, was sie tun. Wie oft saßen Sie schon abends beim essen, erkundigten sich nach der Tätigkeit ihres Gegenübers und die Antwort war: „Oh, es ist echt gut. Alles entspannt und locker.“?

Emotionen im Team sind kontrollierbar
Eine gute Führungspersönlichkeit kann sich in erster Linie selbst bestens motivieren und den eigenen Motivationslöchern vorbeugen. Nur wer die Kunst der Selbstmotivation in der eigenen Mentalität beherrscht kann andere motivieren. Die Motivation einer Mannschaft spielt sich über einen langen Zeitraum ab und kostet viel Kopfeinsatz und emotionale Kraft.
Christoph Daum hat den FC Köln zu seiner Zeit in der zweiten Liga in Zusammenarbeit mit dem Mentaltrainer Thomas Schlechter ein Aufstieggemälde malen lassen. Dieses Bild wurde Symbol dafür, dass das Team den Weg zum Ziel gemeinsam geht. Das Bild besteht aus 4 Komponenten, eine symbolisiert das Herzblut für den FC, eine stellt das gemeinsame Ziel dar (Meister in der zweiten Liga zu werden). Das dritte Quarter bildet eine Brücke zu den Fans ab, als Sinnbild dafür, dass die Mannschaft die Unterstützung der Fans braucht. Die vierte Bildkomponente zeigt die Mannschaft in einem Segelboot mit einem Segel auf dem das langfristige Ziel (1.Liga) gezeichnet ist. Alle vier Bildteile werden in der Mitte vom Kölner Geisbock zusammen gehalten, der für das Herz und das Wohl des Clubs steht. Die Spieler haben das Bild gemeinsam angefertigt. Es war dazu da, ein gemeinsames Werk zu symbolisieren und das Ziel, was der Verein mit großer Disziplin erreichen kann.
Andere Trainer von Sportmannschaften schließen mit jedem einzelnen Spieler kleine „Verträge“ ab. Auf dem Blatt wird der aktuelle Leistungsstand und das Ziel erfasst. Jeder Betroffene unterschreibt seine Zielformulierung und nimmt eine Kopie mit nach Hause. Auch dies ist eine strategische Maßnahme zur Motivation. Ein schriftliches Wort bricht keiner so leicht. Werden die „Verträge“ auch noch unter die Blicke der anderen in einen Teamraum ausgehangen, entsteht ein letzter Schubdruck für einen späteren „Soll-Ist-Vergleich“. Ein guter Trainer stimmt den Druck, den er auf jedes einzelne Mitglied ausübt auf den Einzelnen ab und passt ihn seiner Belastbarkeit an. Er sieht hinter dem Teammitglied auch den Menschen, seine Eigenschaften, Gewohnheiten und emotionale Belastbarkeit. Spitzentrainer fördern nicht nur den Spieler, sondern den Menschen an sich in seiner Entwicklung. Die Vorstellungskraft der Menschen lebt von Bildern und Visualisierungen. Ein Ziel, dass wir uns vorstellen können, mit all den Emotionen im Erfolgsmoment können wir erreichen.

Experten-Statement


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