Dirk Schmidt | Magazin

Motivationstrainer: Reden ist Silber, schweigen Gold!

Nicht immer, aber manchmal scheint das so zu sein. Fußballclubs wie der FC Bayern verpflichten ihre Spieler vertraglich dazu, sie dürfen in der Öffentlichkeit ihren Arbeitgeber nicht kritisieren. Der Spieler Phillip Lahm hat gerade gewaltig Ärger, was das angeht. Grundsätzlich besteht in einem Angestelltenverhältnis die Pflicht über Betriebsgeheimnisse zu schweigen, das Recht auf freie Meinungsäußerung jedoch haben Beschäftigte genauso wie alle anderen.

Wer kennt sie nicht, die Tage, an denen man sich aus irgendwelchen Gründen über die Unternehmenspolitik ärgert? Lahm bemängelte, andere Teams seien auf sieben, acht Positionen erstklassig besetzt, im Gegensatz zum FC Bayern. Natürlich werden seine Kollegen nicht begeistert über diese Aussage sein. Letztendlich richtet sich dieser Vorwurf schwer nachvollziehbarer Einkaufspolitik aber gegen das Management. Nun steht der Fall vor der Rechtsabteilung der deutschen Fußballliga.

Wer seine Meinung nicht frei äußern kann, fühlt sich eingeengt und wird passiv aggressiv. Um mit solchen Situationen fertig zu werden gibt es ein paar einfache Tricks. Mit ihren Gedanken und Lebensgrundsätzen können Sie ihr Handeln steuern. Einer dieser Gedanken ist z.B. „Tue Gutes und erzähle niemandem davon.“ Wenn Sie jemanden oder ein System aus Ihrem Umfeld gerne kritisieren würden, lassen sie es. Betrachten Sie die Sache so, dass Sie dem anderen quasi etwas Gutes tun, wenn Sie nichts sagen. Gutes tun bringt gute Gefühle und wenn wir nichts davon erzählen behalten wir diese für uns statt sie zu verteilen. Damit tun Sie sich selbst auch etwas Gutes. Zweite Strategie ist „Lasse andere so oft wie möglich Recht haben.“ Auf unserer Meinung zu beharren, fordert Energie uns Kraft. Das Bedürfnis im Recht sein zu wollen und andere im Unrecht zu lassen drängt und in die Defensive und zwingt uns diese zu verteidigen. Wir glauben, der andere wird es zu schätzen wisssen, wenn wir ihm zeigen, dass wir Recht haben. Von wegen! Viele Menschen sind nicht kritikfähig, meist gerät man nur in die Schusslinie, auch wenn man Recht hat. Eine schöne Methode friedlicher und liebevoller im Umgang mit unseren Mitmenschen zu werden besteht darin, den anderen die Freude am Rechthaben zuzugestehen. Lassen Sie sie leuchten. Ihr Umfeld wird das mehr zu schätzen wissen und es gut mit Ihnen meinen, als wenn Sie versuchen, ihnen mit Kritik weiter zu helfen.

 

 

Experten-Statement


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