Dirk Schmidt | Magazin

Motivationstrainer: Nicht um jeden Preis

Das spannendste Comeback der der deutschen Sportgeschichte ist Geschichte.

Michael Schumachers Absage ist wohl die größte Enttäuschung für die Motorsportfreunde und die Allergrößte für den Formel-1-Helden selbst. Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. Die Folgen eines schweren Motorradunfalls vor ein paar Monaten lassen eine Wiederkehr in den großen Rennsport nicht zu.

 

Eine Leidenschaft hindert die andere. Schumacher hatte nach dem ersten privaten Test des Formel 1 Boliden von 2007 große Schmerzen, lies sich von seinem Leibarzt checken, um Chancen und Risiken abzuwägen. Der Kopf entschied, er könne das Rennen in Valencia nicht durchstehen. Der Formel-1 Sport ist lebensbedrohlich. Der Druck auf einen lädierte Halswirbelsäule groß. Die Gefahr eines Zusammenstoßes mit anderen Autos besteht. Kopf und Kragen riskieren ja - aber nicht um jeden Preis!

Sicher schmerzt die schwere Entscheidung zum Rücktritt mehr als der Halswirbel, doch sie ist klug. Gesundheit geht vor. Schuhmacher fährt immer noch auf hohem Niveau. Das hat er sich selbst im Training bewiesen. Bei den ersten medizinischen Test hatte man nicht an die Halswirbelsäule gedacht. Deswegen wurde ein Comeback geplant. Fehler und Irrtümer sind menschlich. Manchmal kommt eben was dazwischen.

Aber Schuhmacher hat zumindest bewiesen, dass er immer noch in der Lage ist, die Sportwelt in Atem zu halten. Der Hype um den Sportler im Ruhestand machte deutlich, welche außergewöhnliche Rolle er im großen Sport gespielt hat. Seine Leidenschaft, Disziplin und Bereitschaft, härter als andere für den Erfolg zu arbeiten ließen seine Fans auch noch an einen Vierzigjährigen glauben. Ein Weltstar, der alles im Leben erreicht hat.

Experten-Statement


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