Dirk Schmidt | Magazin

Motivationstrainer: Nach jeder Krise stellt sich der Erfolg von selbst wieder ein!

Der neue Trainer Louis van Gaal des FC Bayern München hatte den schlechtesten Einstieg seit 1966. Seine Arroganz kommt unter Spielerkreisen nicht gut an, heißt es. Doch nun gewinnt der FC Bayern wieder, nicht nur gegen Herta BSC Berlin und den VfL Bochum, auch international in der Champions League gegen Juventus Turin und den AC Mailand.

Trotz des schlechten Starts und der zwischenmenschlichen Missstimmung ist innerhalb der Mannschaft etwas passiert. Für das Unternehmen Fußballverein zählt am Ende nur das Ergebnis. Louis van Gaal bleibt seiner Linie treu. Das verschafft ihm Respekt. So warf er bei einer Pressekonferenz in Mailand der Presse vor, nicht gut genug vorbereitet zu sein, weil sie nach Luca Toni fragte, der noch wegen einer Verletzung an der Achillesverse nicht voll einsatzfähig ist und brach die Pressekonferenz ab. (1) Ein ruhiges Gemüt scheint er nicht zu haben und streng ist er wohl überall. Er bleibt authentisch, nicht nur mit den Spielern. Dennoch ist er ein guter Trainer und weiß, wie man Erfolg und Motivation macht.
Der Club-Manager Ulli Hoeneß sagt, dass eine "gewisse Kontinuität in die Mannschaftsaufstellung gekommen ist. Die Mannschaft spielt mehr nach vorne, sie hat das Pass-Spiel von Louis van Gaal verinnerlicht. Dann kamen erste kleine Erfolgserlebnisse wie das 3:0 gegen Hannover, dann kam ein Sieg nach dem anderen und jetzt haben wir sechs Mal in Folge gewonnen. Das Selbstvertrauen ist jetzt da. Selbstvertrauen ist das allerwichtigste, dann geht's plötzlich. Der Pass, der 14 Tage zuvor nicht angekommen ist, kommt dann an." (2)

Sie können Ihre Mitarbeiter auch motivieren, wenn diese Sie nicht leiden können. Bei Louis van Gaal herrscht ein Militärton. Die Spieler müssen ihn „Sietzen“. Seine Töchter auch – was aber nicht heißen soll, dass Sie es genauso machen sollen!
Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, dass jeder Sie mögen muss. Sie mögen ja auch nicht jeden. Begegnen Sie Menschen aus Ihrem Umfeld, die Sie nicht mögen, mit Respekt und Anerkennung. Bleiben Sie freundlich, sachlich und konsequent. Sicher ist es leichter, Mitmenschen zu motivieren, wenn der Sympathiefaktor stimmt. Doch der Erfolgsfaktor allein, der sich durch gute Ergebnisse adäquater Führung einstellt ist ein höherer Motivator als die bloße Sympathie zur Führungskraft. Führen Sie Ihre Mannschaft erfolgreich, erhalten Sie dadurch Anerkennung. Begegnen Sie Ihren Teammitgliedern trotz zwischenmenschlicher Unstimmigkeiten mit Respekt, erhalten Sie diesen Respekt zurück und jeder Einzelne folgt Ihnen willig. Auch wenn die Sympathie nicht so ist, wie Sie sein sollte.


(1) www.sueddeutsche.de/sport/960/482416/text/
(2) www.bundesliga.de/de/liga/news/2009/index.php

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