Dirk Schmidt | Magazin
Motivationstrainer: Entwickeln Sie Verständnis für andere!
Wenn das Leben aus der Bahn gerät, ist es wichtig eine gesunde Einstellung zu halten!
"Man trauert auch, um dann einen neuen Anfang zu machen" sagt Philipp Lahm als einer der ersten Nationalspieler der nach dem Tod von Torwart Robert Enke öffentlich spricht. Das Länderspiel gegen Chile war nicht möglich gewesen, weil es dem Team wichtig war, nach Hannover zu fliegen, um bei der Trauerfeier dabei zu sein. „Es war sehr gut, die Zeit zu haben, um zu trauern". Das nächste Spiel wird heute Abend in der Schalke-Arena statt finden. Teammanager Oliver Bierhoff hofft dass die Mannschaft mit Elan und Freude spielen kann und sagt "es wäre auch Roberts Wunsch gewesen".
Robert Enke starb an einem Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge im Ortsteil Eilvese. Es war kein tödlicher Unfall, alles deutet auf Selbstmord hin. Zurück bleiben seine Ehefrau Teresa und eine acht Monate alte Tochter, die das Paar im Mai adoptiert hatte. Der Profi hatte wegen einer Darm-Erkrankung viele Länderspiele verpasst, wurde nicht eingeladen, galt trotzdem noch als Favorit für die WM 2010. Vor drei Jahren starb seine kleine Tochter Lara mit 2 Jahren an einem Herzfehler. Nach der Adoption von Leila wirkte das Paar wieder glücklich.
Philipp Lahm nennt Depressionen eine "Krankheit der Gesellschaft und nicht des Fußballs". Der frühere Fußballprofi Michael Sternkopf berichtet im Spiegel, auch er hatte Depressionen. Er berichtet auch vom Umgang des Vereins mit dem Problem: "Wenn ich heute einem Trainer sage: Trainer, ich habe momentan eine Phase, ich habe Angst - der stellt einen nicht mehr auf, da ist man durch."
Nach dem Tod von Robert Enke sind die Fußballspieler geschockt. Die Stimmung in der Mannschaft befindet sich in einem Tief. So betont er ausdrücklich vor den Medien, wie sehr er sich auf das nächste Spiel freue. Mit der Einstellung: "Man trauert auch, um dann einen neuen Anfang zu machen"
Es gibt Dinge im Leben, die passieren einfach. Dem Tod etwas Positives anzugewinnen ist für viele Menschen schwierig, denn es ist immer ein Zwiespalt zwischen Erlösung und Verlust. Ein Selbstmord lässt meist viele Fragen offen. Viele Menschen haben auch kein Verständnis für Depressionen und können nicht damit umgehen. In Deutschland wird auf hohem Niveau gejammert. Die Leute sind einfach nicht zufrieden. Es gibt Länder, wie z.B. Neuseeland, in denen es keine Arbeitslosigkeit und damit verbundene Existenzängste gibt. Dort sind die Menschen glücklicher. Wo viel gejammert wird, entsteht oft ein Gruppenzwang indem jeder mitjammert. So ist Depression nicht weit. Unser Volk jammert mehr als das es in der Lage ist sich gegenseitig aufzubauen. Und am Ende ist dann doch wieder jeder allein. So wie Robert Enke in einem entscheidenden Moment alleine war und beschloss zu gehen. Depression ist eine Krankheit bei der einer Person die Stimme im Kopf fehlt die sagt, dass alles gar nicht so schwarz ist wie es scheint.
Welchen Teil kann jeder einzelne in dieser Gesellschaft dazu beitragen, dass es wichtiger sein sollte, andere zu verstehen, statt selbst verstanden zu werden. Wenn es Ihnen gelingt die Belange anderer in ihrer gesamten Tiefe zu begreifen, ist der Weg, selbst verstanden zu werden nicht mehr weit. Das eine ergibt sich mühelos aus dem anderen. Den meisten Menschen liegt es jedoch in Ihrer Natur diesen Ablauf umzukehren, zuerst verstanden werden zu wollen, also liegt es an uns die Kontrolle darüber zu halten, indem wir zuerst die anderen verstehen, damit sie uns verstehen. Fangen Sie an, anderen aufmerksam zuzuhören und sie ausreden zu lassen. Stellen Sie nicht das Ziel in den Vordergrund die eigene Position zu verteidigen. Das ist viel zu anstrengend. Hauptziel sollte sein, den anderen zu verstehen. Das bemühen zuerst den anderen zu verstehen ist völlig unabhängig davon wer Recht hat. Wenden Sie diese Strategie in Ihrer Ehe oder im Beruf an und Sie werden sehen: alles ist gut! So wird Frustration durch Mitgefühl ersetzt und ein Gleichgewicht pendelt sich ein.
Experten-Statement
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