Dirk Schmidt | Magazin
Motivationstrainer: Ein turbulentes Jahr - die Formel-1 verblüfft
Alle guten Geschichten beginnen mit „Es war einmal“ und enden unvollendet mit „und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ So war es dies Jahr, in der Formel-1, die ein besonderes Kapitel ihrer Geschichte schrieb. Es war einmal ein Technik-Genie namens Ross Brawn, dessen Job als Ferrari-Technikchef endete, als er Teamchef bei den Japanern wurde. Er machte das Rennen, was man ihm nicht zugetraut hätte. Ohne die deckende Hand eines großen Autoherstellers entwarf er einen umstrittenen Doppeldiffusor mit dem das Auto besser an der Fahrbahn haftet.
Kein Fahrer gewinnt ohne Team! Ende 2009 ist Honda endlich am Ziel. Mit der Genialität von Ross Brwan im Nacken gewinnt Jenson Button 6 von 7 Rennen und den WM-Titel. Die Formel-1-Saison war dieses Jahr so überraschend und turbulent, wie in der Wirtschaft nach der Krise. Da platze das Comeback von WM-Legende Michael Schumacher wegen einem Motorradunfall und Felipe Massa starb fast, als er eine Dämpferfeder gegen den Kopf bekam. Renault-Teamchef Flavio Briatore wurde wegen strategischer Unfallanstiftung aus der Formel-1 entfernt, BMW stieg aus dem Rennsport aus und Rubens Barrichello wird nicht Weltmeister, sondern Button. Umbruch, Abbruch, Aufbruch. So geht es allen, 2009.
Mit der Formel-1 ist es wie in der Wirtschaft. Es geht darum, wer als erster im Ziel ist. Wer mit der besten Technik, Strategie und Raffinesse gewinnt. Und es kommt immer wieder Überraschendes dabei heraus. Das Sprichwort: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“ ist in diesem Fall angebracht. Rubens Barrichello blieb treu, hat sich im Rennen nicht getraut auszubrechen. Und hätte Ross Brawn sich nicht getraut, auszubrechen und etwas Neues, Umstrittenes ohne optimale Rückendeckung zu wagen, hätte Jenson Button nicht gewonnen. Es kommt immer anders, als man denkt und um das Ganze unvollendet zu lassen: Und wenn sie nicht gestorben sind dann überraschen sie uns nächste Saison aufs Neue.
Experten-Statement
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