Dirk Schmidt | Magazin
Motivationstrainer: Akzeptieren Sie ihr „Sein“ und schaffen Sie sich einen Ruf!
Christian Gross ist der Neue Trainer beim VfB Stuttgart. Er genießt einen Ruf als Yeti unter den Fußballtrainern. Er wird als eine mal herzliche, mal autoritäre Führungspersönlichkeit bezeichnet. Wer protestiert oder Anweisungen nicht befolgt kriegt ein Problem mit dem Trainer. Fast ein Jahrzehnt lang, hatte man nur von ihm gehört. Gesehen wurde er selten.
Sein Ruf ist ihm voraus. Er steht für wuchtige Stürmer und lange Pässe. Eine Strategie mit Risiko. Denn entweder geht diese Rechnung auf, oder nicht. Und er findet Wege, schwierige Spieler perfekt einzusetzen, macht aus ihnen eine Stärke für die Mannschaft. Der VfB hat ihn gerade wegen seiner straffen Führung gezielt ausgewählt.
Die Süddeutsche nennt ihn „Alleinherrscher“ und schreibt „Ob Gross in Stuttgart funktioniert, wird davon abhängen, wie anpassungsfähig er ist. In Basel hatte er am Ende sein eigenes Reich erschaffen, in dem alles auf sein Kommando hörte, weshalb Assistent Fritz Schmid irgendwann kündigte.“
Für manch einen Fußballspieler ist er sicherlich nicht der perfekte Traumtrainer. Doch mit der Basis seines Rufs wird Gross viel Respekt genießen. Interessant wäre zu erfahren, wie der Mann sich selbst beschreibt.
Viele von uns neigen dazu, sich selbst als „einzige Katastrophe“ zu sehen ohne in Wirklichkeit so sein zu wollen. Es macht keinen Sinn, sich selbst etwas vorzumachen. Anstatt zu akzeptieren, dass niemand perfekt ist (auch nicht wir selbst) leugnen wir es lieber und verschweigen Schwäche. Wenn Sie sich Ihr eigenes Sein in Ihrer Perfektion und Ihren Schwächen eingestehen, wird es Ihnen leichter fallen, nachsichtiger mit sich selbst zu sein.
Wenn Sie Ihre Stärken und Schwächen nach außen tragen, ist es nicht mehr notwendig so zu tun, als sei<s>n</s>en Sie perfekt. Denn nur so sind Sie authentisch, schaffen sich Respekt und einen Ruf, der Ihnen wiederum Respekt verschafft.
Experten-Statement
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